Einpflanzen & Pflegen

Bodenvorbereitung
Pflanzflächen sollten frei von Unkräutern sein. Insbesondere Wurzelunkräuter (z. B. Quecke, Girsch und Schachtelhalm) müssen vor der Pflanzung sorgfältigst entfernt werden. Bei schlechten Bodenverhältnissen (sehr leichtem Sandboden oder geringer Humusschicht) zusätzlich Kompost oder Mutterboden einarbeiten.

Pflanzenauswahl
Die richtige Auswahl der Stauden ist entscheidend für einen dauerhaften Erfolg. Sehen Sie Ihre Gartenflächen genau im Tagesverlauf an: sind sie eher sonnig oder schattig, oder bedeckt lichter Schatten die Flächen? Ist Ihr Steingarten wirklich von Steinen durchsetzt – denn die werden zur Bodenerwärmung und zum Wasserabzug gebraucht. Lassen Sie sich bei der Auswahl ganz von Ihrem persönlichen Geschmack leiten – aber beachten Sie die Hinweise zum Standort in dieser Stauden Fibel und auf den Etiketten.

Einpflanzen
Die Staude vorsichtig aus dem Topf nehmen, es schadet nicht, wenn Sie die oberen 1-2 cm der eventuell bemoosten Topferde wegnehmen. Das Pflanzloch ausheben (Pflanzschaufel), Pflanze so tief setzen, wie sie im Topf stand, Erde seitlich andrücken – fertig. Anschließend reichlich angießen.

Düngung
Streuen Sie ca. 4 Wochen nach dem Pflanzen mineralischen Dünger direkt um die Pflanzstelle, dies führt bereits im ersten Jahr zu sehr gutem Wachstum.
Geben Sie Ihren Stauden jedes Jahr nach dem Winterschlaf im April Nahrung. Mit organischem Dünger sind Sie bestens bedient, er wirkt in der Regel über mehrere Monate und es kann nicht zu Verbrennungen kommen.

Rückschnitt
Sie selbst bestimmen den Zeitpunkt, wann es Ihnen zu unordentlich wird. Häufig sehen die Samenstände sehr schön aus, insbesondere im Spätherbst und Winter. Spätestens vor dem Neuaustrieb sollten die alten Triebe entfernt werden. Um schöne Polster zu erhalten, sollten bei folgenden Stauden verblühte Blüten bis auf die Laubspitzen abgeschnitten werden:
Lavendel, Schleifenblume, Sonnenröschen und die meisten Steingartenstauden.

Zweite Blüte
Auch das ist bei folgenden Stauden möglich, wenn Sie die verblühte Blüte abschneiden:
Brennende Liebe, Feinstrahlaster, Flammenblume, Flockenblume (ganze Pflanze), Frauenmantel (ganze Pflanze), Helenium, Indianernessel (ganze Pflanze), Katzenminze, Kokardenblume, Kugeldistel, Margeriten, Prachtscharte, Rittersporn (ganze Pflanze), Salbei, Scabiose, Schafgarbe, Schleierkraut.

Pflanzenschutz
Wenn Sie nicht zu stark düngen und die Stauden an den Ihnen zusagenden Stellen wachsen, werden Sie in der Regel keine Probleme haben. Ansonsten entscheiden auch wieder Sie: lohnt sich die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels? Eine artenreiche Pflanzung verhindert ein übermäßiges Ausbreiten von Krankheiten und Schädlingen.
Sollten Sie häufiger Probleme haben, greifen Sie zu biologischen Mitteln, diese müssen häufig jedoch vorbeugend angewendet werden.

Winterschutz
Nur bei wenigen Stauden im ersten Winter nötig. Decken Sie Herbstanemonen, Fackellilien und andere empfindliche Pflanzen mit etwas Laub ab. Bei Winterastern und Indianernesseln locker mit etwas Tannenreisig zudecken. Dies hilft auch vielen Steingartenpflanzen, die ja in ihrer Heimat eine schützende Schneedecke haben.

Nachlassen der Vitalität
Dies kann nach 4-5 Jahren bei Astern und Katzenminze, Rittersporn, Gemswurz und einigen anderen der Fall sein. Astilben, Anemonen, Pfingsrosen und Tränendes Herz halten es bis zu 10 Jahre aus. Sie sollten dann die einzelnen Pflanzen ausgraben, entweder in 3-4 Stücke teilen und an anderer Stelle neu einpflanzen oder durch frische, vitale Pflanzen ersetzen.

Wasserpflanzen
Die auf dem Etikett angegebene Wassertiefe unbedingt beachten. Die Wurzeln der Seerosen dürfen im Winter nicht einfrieren. Kleine Becken daher entleeren und die Pflanze mit Laub vor Frost schützen.
Ein zu hoher Fischbesatz, sowie die Düngung der Pflanzen sind fast immer Ursachen des häufig anzutreffenden Algenproblems.